Kontakt- und Beratungsstelle der Stadt Jena

Am Anfang behalten sie es meist für sich – Kinder und Jugendliche, die Gewalt erfahren haben. Oft fehlen Ihnen einfach die Worte oder die richtigen Vertrauenspersonen um zu reden.
Der Kinder- und Jugendschutzdienst »Strohhalm« will hier helfen. Jungen und Mädchen können sich an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden, wenn sie durch körperliche, seelische und/oder sexualisierte Gewalt bzw. schwere Vernachlässigung in Not geraten sind. Ebenso finden auch Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen kompetente Ansprechpartner, wenn es darum geht, Gewalt an Kindern zu beenden und vor weiterer Gefährdung zu schützen. Jeder, der Unterstützung benötigt, ist herzlich willkommen.

 

  • für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene in Notlagen in Folge von körperlicher-, seelischer- und sexueller Misshandlung sowie Vernachlässigung
  • für Eltern, Vertrauenspersonen, pädagogische Fachkräfte, die Kenntnis von Notlagen junger Menschen haben
  • bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
  • rechtliche und fachliche Grundlagen 

Angebot

  • beratende und begleitende Hilfe für von Gewalt betroffene Jungen und Mädchen bis ins junge Erwachsenenalter
  • Aufarbeitung von Gewalt
  • Rat für Eltern, Pädagogen, Freunde und andere Vertrauenspersonen
  • Hilfe bei Verdacht auf sexuelle, seelische und/oder körperliche Gewalt bzw. Vernachlässigung
  • Begleitung in familiengerichtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Gewalt
  • Psychosoziale Prozessbegleitung für verletzte Zeugen im Strafverfahren (§ 406g I StPO)
  • Beratung als insoweit erfahrende Fachkraft nach § 8a SGB VIII und § 55a Thüringer Schulgesetz Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
  • Einzelfallarbeit bei Bedarf in Gruppen
  • Fachbibliothek 

Ziele

  • vertrauensvoller Ansprechpartner für betroffene junge Menschen
  • Gewalt beenden, Stabilisierung und Sicherung des Kindeswohls herstellen
  • präventiv
  • Zusammenarbeit mit anderen Professionen und im Helfersystem
  • zusätzliche Hilfen vermitteln 

ARBEITSWEISE

  • primär kindzentriert, sekundär im Familiensystem
  • partizipativ und transparent
  • niederschwellig
  • therapeutisch orientiert
  • geschlechtsspezifisch
  • anonym nach Datenschutz und Schweigepflicht
  • zeitlich unbegrenzt und kostenfrei -ohne Anzeigepflicht
  • Mitarbeit in Netzwerken, Arbeitskreisen und Öffentlichkeitsarbeit